Welches Brot passt zu dir?

Meistens lautet die Frage «Welches Brot ist gesund?». Für dich gesund ist, was aktuell zu deiner Stoffwechsellage und insbesondere zum Zustand deines Darmes passt.

Ist deine Dünndarmschleimhaut gereizt oder sogar entzündet (das heisst, du brauchst WC-Papier nach dem Stuhlen), dann Hände weg von grobem Vollkornbrot. Dieses enthält zwar mehr Mineralstoffe als Weissbrot, doch die groben Bestandteile reizen den Darm zusätzlich und die Aufnahme der Nährstoffe ist stark reduziert. In diesem Fall sind Weissbrot oder Ruchbrot aus fein gemahlenem Mehl definitiv für dich gesünder.

Für den Aufbau und die Pflege der Darmflora steht Sauerteigbrot an erster Stelle. Doch Vorsicht, oft enthalten auch diese Brote Hefe und die Wirkung ist nicht mehr die gleiche. Meine Erfahrung zeigt, dass Laugenbretzel und Silserli sehr gut verträglich und somit «gesund» sind, sogar bei Reizdarm. Wen wundert’s – das Laugengebäck stammt schliesslich aus frühen Klosterzeiten.

Leidest du an einer Glutenunverträglichkeit, dann passen weder Weiss- noch Vollkornbrot zu dir. In diesem Fall musst du beim Brot unbedingt auf glutenfreie Varianten achten. Mais, Reis, Kartoffeln, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Kastanien sind von Natur aus glutenfrei. Hafer gibt es von einigen Herstellern ebenfalls glutenfrei. Brote aus diesen Mehlen sind bekömmlich bei Gluten-Intoleranz. Backst du dein Brot nicht selber, dann achte beim Einkauf unbedingt auf den Hinweis “glutenfrei” auf der Verpackung. Schon nur eine Mahlzeit mit Gluten kann bei einer bestehenden Gluten-Unverträglichkeit starke Darmstörungen und Entzündungen auslösen.

Achte auf deine Bedürfnisse. Trage Sorge zu dir.