Wissen > Verhalten

Du lebst in einer Welt voller zugänglichen Wissens aller Art. Zu viel und widersprüchliches Wissen löst ein richtiges Wirrwarr aus und du bleibst mit deiner Frage stehen. Da könntest du dich höchstens mit der Weisheit “Ich weiss, dass ich nichts weiss” trösten.

Es gibt Wissen, das klare Grundlagen hat, zum Beispiel Zucker führt in einen Magnesium- und Vitamin B1-Mangel oder E-Smog löst in den Zellen Stress aus. Um dieses Wissen für dich nutzen zu können, solltest du erstmal an die Informationen herankommen. Auch das ist heutzutage dank all den Medien keine Hürde mehr. Im Gegenteil, Informationen überschwemmen dich Tag und Nacht. Die Herausforderung liegt im Filtern, was du überhaupt an Informationen brauchst und erhalten willst.

Doch: wie Untersuchungen zeigen, tun nur wenige das, was sie schlussendlich  auch wissen! Ganz besonders dann, wenn eine längere Zeitspanne zwischen Verhalten und dessen Konsequenzen liegt.

Warum sollte ich aufhören Süssgetränke zu konsumieren, wenn meine Leber nicht schmerzt? Warum sollte ich auf meinen abendlichen Kaffee verzichten, wenn ich doch gut einschlafen kann? Warum sollte ich ein herzhaftes Frühstück essen, wenn ich auch ohne durch den Tag komme?

Berechtigte Fragen im Moment, deren Antwort fünf, zehn oder fünfzehn Jahre später kommt. Ob die Antwort dann in den körperlichen und psychischen Beschwerden erkannt wird, ist eine nächste Frage.

Wissen, gepaart mit einem guten Bauchgefühl, anwenden in Entscheidungen und Verhalten ist vorausschauende Selbstfürsorge.